Vom positiven Denken zum positiven Sprechen

 „Sie vergessen vielleicht die freundlichen Worte, die Sie heute zu jemandem gesagt haben, aber der Empfänger hält sie möglicherweise ein Leben lang in Ehren.“ Dale Carnegie  


Haben Sie sich schon einmal selbst beobachtet? Wie denken Sie? Sind Sie ein Mensch, der eher die negativen Seiten von den Dingen wahrnimmt, oder gehören Sie der Minderheit an, die viel lieber die Aufmerksamkeit auf die positiven Dinge im Leben lenkt. Ja, Sie haben richtig gelesen: Lenkt. Wir sind der Meinung, dass wir unser Denken aktiv lenken können. Ja, und wir geben auch zu, dass das nicht unbedingt leicht ist.  

Wir leben in einer (Arbeits) Welt, in der Kritik und das Hervorheben von Fehlern zur Normalität gehört. Negative Nachrichten begleiten uns von morgens, vom ersten Blick in die Zeitung, bis abends zu den Spätnachrichten, bevor wir uns schlafen legen. Unbewusst, aber nachhaltig schärfen wir damit unseren Blick für das Negative. Wer könnte sich nicht an die roten Markierungen der Fehler in seinen Schulheften erinnern? Erziehung und Erfahrung tun das ihrige dazu, unseren Focus auf das halbleere Glas zu richten und nicht das halbvolle zu sehen. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass die Blickrichtung, ob positiv oder negativ, nicht das Geringste mit der tatsächlichen Wassermenge im Glas zu tun hat?  

Spezifische Denkweisen entstehen durch Einübung. Kein Wunder also, wenn wir diese kritischen Denkweisen auch beim Blick auf uns selbst übernehmen. Wir sind geübt darin andere z.B. unsere Mitarbeiter, unsere Partner, unsere Kinder kritisch zu betrachten und machen dabei auch vor uns selbst nicht halt. Bevor uns eine anerkennende Bemerkung über die Lippen kommt, analysieren wir lieber mit Inbrunst die Fehler. Und wenn es wirklich nichts zu kritisieren gibt? Dann ist das doch eh selbstverständlich, und man muss ja nicht gleich rumsülzen.  

Was hat das nun alles mit Kommunikation zu tun? Kommunikation drückt immer aus, was wir denken. Sie vermittelt deutlich unsere Wünsche, unsere Absichten und unsere Erwartungen. Unsere Sprache ist immer auch Spiegel unserer Persönlichkeit. Wer eher zu den Negativdenkern gehört, wird dementsprechend kommunizieren, Kritik üben, Fehler benennen, nörgeln, klagen, verurteilen, jammern …   Wenn wir also an unserem Kommunikationsstil etwas ändern wollen, dann heißt das, dass wir uns zuallererst mit uns selbst auseinander setzen müssen. Wir müssen nicht zwangsläufig das halbleere Wasserglas sehen, oder permanent auf Fehlersuche sein. Es ist eine Entscheidung, die wir treffen können und damit verschieben wir deutlich unsere Aufmerksamkeit. Das kostet Mut und Anstrengung und wie jeder Anfang eines neuen Verhaltens ist es mühsam und fühlt sich eigenartig an.  

Beim positiven Denken geht es keineswegs um den romantischen Blick durch die rosa Brille und alles kritiklos, als fehlerfrei zu bewerten. Es geht darum die eigene Blickrichtung zu ändern – weg von der Problemzentriertheit und hin zu den Dingen, die bereits gut sind. Diese Aufforderung heißt zuallererst die eigenen Stärken in den Blick zu nehmen und sie dann auch vermehrt bei den anderen – Lebenspartnern, Kindern, Mitarbeitern …. zu sehen. Unsere Umwelt können wir nur bedingt verändern. Was wir jedenfalls tun können, und zwar hier und jetzt und sofort, ist unser Denken zu verändern in dem wir uns konsequent auf die guten Dinge konzentrieren.   Wer noch immer glaubt, dass das mit dem Denken nicht so wichtig sei, der möge sich doch bitte jetzt gedanklich den Biss in eine Zitrone vorstellen, oder daran denken, welches Geräusch es macht, wenn man mit einer Kreide auf einer Schultafel schreibt, diese plötzlich abbricht und der Fingernagel ein Stückchen auf der Tafel weiter „schreibt“. Fühlen Sie etwas?  

Unserer Gedanken sind Energien, denen nicht umsonst Kräfte zugeschrieben werden, die uns Erfolg und Misserfolg bescheren. Negative Gedanken verschließen uns die Wege um weiter zu kommen und positive Gedanken versetzen Berge.   Über die Art, welcher Gedankenrichtung wir anhängen, lohnt es sich bewusst nachzudenken. Denn unser Denken bestimmt immer, was und wie wir kommunizieren. Wer positiv denkt, wird unweigerlich diese positiven Dinge auch kommunizieren, Lob und Anerkennung aussprechen, sich für die Stärken anderer interessieren, ermutigen, sich freuen, Danke sagen, Chancen sehen, Erfolge erwarten …  

Erfolge multiplizieren sich aus persönlicher Leistung und aus der Qualität der Beziehungen, die wir beruflich und auch privat pflegen. Treffen Sie eine Entscheidung, welchem Denker, der Erfolg folgen wird.  

„Unser Leben ist das, wozu unser Denken es macht.“ Marc Aurel  

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